Ein Riss in der Duschtasse, abgeplatzte Emaille, eine Wanne, die beim Betreten nachgibt, oder eine Silikonfuge, die immer wieder reißt: Dann ist der Tausch der Duschwanne oft die sauberste Lösung. Dieser Ratgeber zeigt, wie der Tausch abläuft, was mit Fliesen, Abtrennung und Ablauf passiert und worauf es bei Maßen und Abdichtung ankommt.
Wann sich der Tausch lohnt
- Risse oder Abplatzungen: Hier kann Wasser unter die Wanne gelangen.
- Die Wanne gibt nach oder knackt: ein Hinweis auf schlechte Auflage, die Fugen auf Dauer reißen lässt.
- Immer wieder undichte Fugen: obwohl die Silikonfuge schon erneuert wurde.
- Neue Wünsche: eine flachere Wanne, ein anderes Material oder eine pflegeleichtere Oberfläche.
Ist nur die Fuge schadhaft, reicht oft eine neue Silikonfuge – siehe Silikonfugen im Bad erneuern. Zeigt sich Feuchtigkeit an der Wand oder in der Wohnung darunter, sollte die Ursache zuerst geklärt werden – siehe Dusche undicht.
Was vorher geklärt wird
- Maße, Form und Einbauhöhe der vorhandenen Wanne
- Lage und Zustand des Ablaufs
- Wie die Wanne eingebaut ist: Wannenträger, Füße, eingemauert, Fliesensockel
- Ob die Duschabtrennung bleiben kann
- Ob passende Ersatzfliesen vorhanden oder erhältlich sind
So läuft der Tausch ab
- Vorbereitung: Wasser absperren, Duschabtrennung abbauen, Silikonfugen entfernen.
- Ausbau: Fliesenrand bzw. Sockel lösen, so weit nötig, Ablauf trennen, alte Wanne ausbauen.
- Unterbau prüfen: Untergrund, Ablaufanschluss und Abdichtung im Wannenbereich ansehen. Feuchtigkeit oder Schäden werden jetzt sichtbar.
- Einbau: neue Wanne auf Wannenträger oder Füße setzen, waagerecht ausrichten, Ablaufgarnitur anschließen.
- Abdichten: den Übergang zwischen Wanne und Wand fachgerecht abdichten, zum Beispiel mit Wannendichtband.
- Abschließen: Fliesenrand und Sockel schließen, Abtrennung montieren, Silikonfugen ziehen, Ablauf und Dichtheit mit Wasser prüfen.
Worauf es ankommt
Stabile Auflage
Die Wanne muss vollflächig und stabil aufliegen. Gibt sie nach, arbeiten die Fugen, und Undichtigkeiten sind vorprogrammiert.
Ablauf und Gefälle
Flache Duschwannen brauchen einen passenden, flachen Ablauf und genug Platz darunter. Passt die Ablaufhöhe nicht zum vorhandenen Anschluss, muss das vor dem Kauf geklärt werden.
Abdichtung zur Wand
Die Silikonfuge allein ist keine dauerhafte Abdichtung. Entscheidend ist ein fachgerecht abgedichteter Übergang zwischen Wannenrand und Wand dahinter.
Selbst machen?
Den Tausch einer Duschwanne empfehlen wir nicht als Heimwerkerprojekt. Ablaufanschluss, Abdichtung und Fliesenanschluss entscheiden darüber, ob das Bad dicht bleibt – Fehler zeigen sich oft erst als Feuchteschaden in der Wohnung darunter.
In der Mietwohnung
Eine beschädigte Duschwanne ist in der Regel ein Fall für Vermieter oder Hausverwaltung. Melden Sie Risse und Undichtigkeiten zeitnah, um Folgeschäden zu vermeiden.
Fazit
Eine Duschwanne lässt sich oft tauschen, ohne das ganze Bad zu sanieren. Entscheidend sind eine gute Aufnahme vorab, eine stabile Auflage, ein passender Ablauf und ein fachgerecht abgedichteter Wandanschluss. Soll statt einer Wanne eine Dusche entstehen oder das ganze Bad erneuert werden, ist ein Umbau bzw. eine Badsanierung der passende Rahmen.

































































